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G. A. Bondarew

Mitteleuropa in der Gemein-
schaft der europäischen Völker

Die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert (vom 19. bereits vorbereitet) ist ein einheitliches Ganzes. Darin wirkt als wesentliches Motiv das unstillbare Streben der okkulten Orden und Geheimgesellschaften, Mitteleuropa der Möglichkeit zu berauben, seine geistige und kulturelle Bestimmung zu erfüllen - das in ständiger Entwicklung befindliche Phänomen des Ich-Bewusstseins, des selbst-erkennenden "Ich" in die Welt zu tragen. Wenn Mittel-europa in diesem Kampf unterliegt, wird die Zivilisation ihren Sinn verlieren, und das wird unendliches Leid über alle Völker der Erde bringen, dem niemand entrinnen kann. Die Menschheit ist eine Einheit, und so wie ein einzelner Mensch, wie hoch entwickelt er auch sein mag, mit dem Verlust seines "Ich" auch den Verstand verliert, so läuft auch die Menschheit im Angesicht Mitteleuropas Gefahr, das Zentrum ihres Selbstbewusstseins zu verlieren. Das Wissen darum lässt die kulturelle Mission anderer Völker keineswegs geringer erscheinen, denn das Phänomen des Selbstbewusstseins kann sich in der dreigliedrigen Seele nur entwickeln, wenn deren Glieder sich in Harmonie zueinander befinden. Die Menschheit ist eine Einheit.

 

Vorabdruck aus dem inzwischen vergriffenen Buch Anthroposophie auf der Kreuzung der okkult-politischen Bewegungen der Gegenwart.
 
1995, 60 Seiten, € 8.- / Fr. 9.-, ISBN 978-3-906712-08-6
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